Konfokale Laserendomikroskopie bei Reizdarmsyndrom

„In einer neuen multizentrischen Studie unter Leitung der Medizinischen Klinik für Gastroenterologie, Infektiologie und Rheumatologie der Charité – Universitätsmedizin Berlin wird geprüft, ob ein neuartiges Untersuchungsverfahren – konfokale Laserendomikroskopie – vorhersagen kann, welche Reizdarmpatienten weizenempfindlich sind. „Etwa jeder dritte Reizdarmpatient könnte in Wirklichkeit unter einer Weizenempfindlichkeit leiden“, erklärt der Studienleiter Christian Bojarski. 
In Deutschland leiden schätzungsweise zwölf Millionen Menschen unter dem Krankheitsbild Reizdarm. Betroffene klagen häufig über Bauchschmerzen, Stuhlunregelmäßigkeiten und Völlegefühl. 
Die Charité und die beteiligten Universitätskliniken in Erlangen, Jena und Kiel suchen für die von der DFG geförderte Studie Patientinnen und Patienten. 
Der Studienverlauf sieht vor, dass mittels konfokaler Laserendomikroskopie die Reaktion des Dünndarms auf Weizen untersucht wird. Anschließend sollen sich die Teilnehmer über einen Zeitraum von acht Wochen strikt glutenfrei ernähren und werden in dieser Zeit regelmäßig telefonisch zu ihren Beschwerden befragt. Interessierte Patientinnen und Patienten müssen zwischen 18 und 60 Jahren alt sein, unter dem Reizdarmsyndrom leiden und tägliche Beschwerden haben. Interessierte erhalten im Internet auf https://reizdarmstudie.charite.de oder unter der Telefonnummer 030 / 450 51 44 15 weitere Informationen.“